CIfA Deutschland Arbeitskreise

Für CIfA Deutschland sind aktuell fünf Arbeitskreise aktiv.

Arbeitskreis Lohnuntergrenzen

Die Mitgliederversammlung 2020 gründete den Arbeitskreis Lohnuntergrenzen. Er soll eine beschlussreife Vorlage für die CIfA-Mitgliederversammlung 2021 zu Lohnuntergrenzen für die privatwirtschaftliche Archäologie, unter Berücksichtigung regional unterschiedlicher Lebenshaltungskosten und basierend auf den Umfrageergebnissen „Lohnuntergrenzen in der privatwirtschaftlichen Archäologie“ von CIfA Deutschland (https://www.dguf.de/fileadmin/AI/ArchInf-EV_Schauer-etal.pdf) und den Ergebnissen von “EvaBA“ der DGUF (https://www.dguf.de/evaba.html) erabeiten. In diesem Zuge soll ein Vorschlag zum Umgang mit relevanten Vertragsbedingungen jenseits des Lohns (wie z.B. Urlaub, Sonderurlaub, Fahrtkostenzuschuss etc.) und ob und ggf. wie diese in die Definition der Lohnuntergrenzen einzubinden sind gemacht werden. Die Einholung weiterer Informationen aus der Privatwirtschaft zu derzeitigen Vergütungsmodellen und geplanten Anpassungen (bspw. künftige Lohnentwicklung, Sonderleistungen, Änderungen der Lohngruppen) ist hier grundlegend.

Im Arbeitskreis aktiv: Hendrik Hofmann, Katrin Schreiner

 

Arbeitskreis Archäologiefirmen

Die Mitgliederversammlung 2020 gründete den Arbeitkreis Archäologiefirmen. Aufgabe des Arbeitskreises ist es, die Interessen der deutschen Archäologiefirmen (Grabungsfirmen, Berater, Illustratoren etc.) in CIfA Deutschland zu vertreten sowie ein aktives und vertrauensvolles Netzwerks von Archäologiefirmen zur Verbesserung der Zusammenarbeit aufzubauen. Dieses Netzwerk soll z.B. dazu dienen, gemeinsam Mitarbeiter-Fortbildungen (z.B. Sicherheitsschulungen) und Möglichkeiten zur Personalentwicklung (z.B. Praktika) zu entwickeln. Einen weiteren Schwerpunkt bildet die Beratung und fachliche Unterstützung bei Gründung und Aufbau von Archäologiefirmen.

Im Arbeitskreis aktiv: Falk Näth M.A. MCIfA, Sascha Piffko M.A. MCIfA

 

Arbeitskreis Ausbildung

In Deutschland gibt es nach aktueller Zählung 2019 mehr als 340 Ausbildungsberufe und Traineeprogramme, jedes Jahr kommen neue hinzu. Seit über 30 Jahren setzt sich das internationale CIfA für die Schaffung und Erhaltung von Qualitätsstandards für alle in der Archäologie Tätigen ein. Hierdurch wird eine Grundlage für einen fairen Wettbewerb auch in der freien Wirtschaft geschaffen. Für die Archäologie in Deutschland ist in diesem Zusammenhang auch eine Standardisierung und Professionalisierung der Ausbildung sinnvoll. Der Arbeitskreis konzentriert sich im Jahr 2019 darauf, die existierenden Ausbildungssysteme und -Vorschläge des CIfA zu sichten und ihre Nutzbarkeit für die deutsche Archäologie zu ermitteln. Die bereits vorhandenen, 'guten Gedanken' sollen übernommen und auf die deutschen Bedürfnisse angepasst werden. Als Basis für die Entwicklung eines Leitfadens werden in Deutschland bereits vorhandene Traineeprogramm genutzt und abschließend mit den Standards des CIfA verknüpft. Ziel ist es, Orientierungshilfen für Unternehmen die ausbilden wollen zu bieten, die zusätzlich durch die Verknüpfung mit CIfA-Standards in ihrem Ausbildungsinhalt zwischen verschiedenen Betrieben vergleichbar ist.

Im Arbeitskreis aktiv: Manuel Mietz M.A. CIfA, ACIfA, Kristina Markgraf MA, PCIfA

Beratend tätig: Melanie Zobl CIfA (Firmeninhaberin)

 

Arbeitskreis Firmenakkreditierung

Das CIfA bietet seit Langem Firmen die Möglichkeit, sich zertifizieren zu lassen. Mit der Zertifizierung erklärt sich das Unternehmen bereit, seinen Betrieb nach dem Verhaltenskodex des CIfA auszurichten und kommuniziert dies mit dem vom CIfA verliehenen Siegel und dem Eintrag in die (zurzeit britische) Unternehmensliste. Ziel unseres Arbeitskreises ist es, das Zertifizierungssystem an deutsche Rechtsverhältnisse anzupassen und vergaberechtlich zu verankern (§34 VgV). Als Konsequenz aus den Diskussionen der DGUF-Vortagung 2017 über verschiedene Formen der Arbeitsverhältnisse und ihre sozialen Konsequenzen, sollte es in der Zertifizierung von Firmen in Deutschland nicht allein um fachliche Standards gehen. Genauso wichtig ist Nachhaltigkeit, insbesondere im sozialen Bereich. Hier bieten sich z.B. Anleihen aus Kriterien der „Gemeinwohl-Bilanz“ oder den standardisierten ESG-Kriterien an. Inwieweit diese Ansätze in Bezug auf die Firmenzertifizierung mit den derzeitigen Standards des CIfA kompatibel sind, wird zurzeit geprüft. Grundlegend betreffen sie allerdings diejenigen Fragen, aus denen heraus es in Deutschland überhaupt erst zum Wunsch nach einem neuen BV gekommen ist. Ziel wird also ein für die deutschen Rechtsverhältnisse angepasstes und entsprechend ergänztes Zertifizierungsverfahren auf Grundlage des bisher bestehenden (britischen) Systems sein, das vergaberechtlich verankert ist.

Im Arbeitskreis aktiv: Anna Anzenberger MSc, Falk Näth M.A. MCIfA, Sascha Piffko M.A. MCIfA

Beratend tätig: Ilana Näth Dipl. Päd. (Erwachsenenbildung/Weiterbildung/Persönlichkeitsbildung)

 

Arbeitskreis Freiberufler/Fortbildung

Die AG Fortbildung soll Materialien und ggf. auch Kurse erarbeiten, die CIfA D bereitstellt. Seine Themen werden sich nicht allein auf die Firmenarchäologie konzentrieren, sondern auch darüber hinausgehende Bedarfe abdecken. Als erstes wird ein Flyer erstellt, der angehende Freiberufler darin unterstützt, sich das nötige Umfeld freiberuflicher Tätigkeit einzurichten und Stundensätze zu finden, die zu einem halbwegs tragfähigen Einkommen führen.

Im Arbeitskreis aktiv: Astrid Otte M.A., Priv. Doz. Dr. Frank Siegmund MCIfA

 

Die Arbeitskreise freuen sich auf weitere, aktive Mitglieder. Wenn Sie Interesse am Mitwirken in einem unserer Arbeitskreise haben, bitte melden Sie sich unter cifa.deutschland [at] archaeologists.net